Wer auf den Spuren der römischen Göttin Fortuna wandeln möchte, muß nicht weit laufen: Lotto-Tippscheine finden die spielverrückten Italiener an jeder Ecke in der Tabaccheria, bei Lottoannahmestellen, an Bahnstationen, Flughäfen und Fähranlegern, aber auch in den zahlreichen Bingo-Sälen, in großen Einkaufszentren und in den Supermärkten.
Gezockt werden darf von sieben Uhr morgens bis 24 Uhr abends, nur am Ziehungstag ist um 19.30 Schluß. Die dem Wirtschafts- und Finanzministerium unterstellte AAMS hat die Lottokonzession an den börsennotierten Betreiber Lottomatica vergeben.
Aus 90 Zahlen kann auf eine einzelne Nummer, auf ein Paar (Ambo) und bis zu fünf Richtige gesetzt werden. Der Mindesteinsatz ist ein Euro, maximal können 200 Euro pro Tippschein gespielt werden. Der Höchstgewinn liegt bei sechs Millionen Euro. Ausgespielt wird in zehn Städten und zusätzlich in einer nationalen Lotterie. Der Wirtschaftskrise trotzen die Italiener mit Optimismus: Im Jahr 2005 wurden 1,5 Mrd. Euro in den nationalen Lotterien verspielt. Ein Jahr zuvor waren es lediglich 530 Mio. An Gewinnen wurden 15,2 Mio. Euro ausgeschüttet. Außerdem gibt es noch Bingo, Toto, Rubbellose, Lotterien und Slotmachines.

