Rekord-Einzelgewinne, fast 80 Neu-Millionäre, aber rückläufige Einsätze - so lautet die Bilanz von "Lotto 6 aus 49" im vergangenen Jahr.
Ein halbes Jahrhundert nach der ersten Lottoziehung in Deutschland setzten die Tipper 2005 rund fünf Milliarden Euro ein und damit etwa 400 Millionen Euro weniger als im Jahr zuvor. Schuld daran ist nach Meinung der derzeit federführenden Land Brandenburg Lotto GmbH zum großen Teil die schwache Konjunktur.
Für einen kleineren Teil sei der Kalender bedingte "Verlust" einer kompletten Spielwoche verantwortlich, was etwa 95,5 Millionen Euro entspräche. "Die Attraktivität von Lotto ist aber ungebrochen, und angesichts der allgemeinen wirtschaftlichen Lage ist dies ein zufrieden stellendes Ergebnis", sagt Geschäftsführer Horst Mentrup am Donnerstag.
Im Lotto-Jubiläumsjahr - am 9. Oktober 1955 war die Geburtsstunde des Glücksspiels aller Glücksspiele in Deutschland - konnten sich 78 Spieler (2004: 67) über Geldsegen von einer Million Euro und mehr freuen. Den bislang höchsten Einzelgewinn der Lotto-Geschichte strich dabei ein Mann aus Baden-Württemberg mit rund 23,9 Millionen Euro ein. Der bisher zweithöchste Einzelgewinn ging im März mit fast 20,4 Millionen Euro nach Nordrhein-Westfalen. "Allein die Hoffnung auf solche Gewinne ließ auch 2005 statistisch gesehen jeden vierten Bundesbürger jede Woche zur Lotto-Annahmestelle gehen", erzählt Mentrup.

